Die Welt als Labyrinth II

Artikelnummer: 431

Kategorie: Gemälde




Beschreibung


Künstler: Angerer der Ältere Biografie
Kunststil: Phantastischer-Realismus
Herstellungsjahr: 1997/2010
Gesamtmaße: 51 x 51 cm ohne Rahmen und 69 x 69 cm mit Rahmen
Provenienz: Angerer der Ältere
Rahmen: ja
Signatur: Angerer der Ältere
Technik: Altmeisterliche Lasurmalerei,Acryl
Zusatzinformationen:

Gustav René Hocke gewidmet

Textausschnitt aus dem Kunstband "Die Rückkehr des Menschen in die Kunst"

 

Dieses Bild ist Gustav René Hocke gewidmet. Sein kunsthistorisches Buch "Die Welt als Labyrinth" brachte mir insbesondere die Kunst des Manierismus näher. Und damit auch die rätselhafte Welt eines vielfältigen Geheimkosmos. Das Erforschen von mehreren Wahrheitsebenen verliert sich in der Undurchdringlichkeit des Labyrinths. Im letzten Sinne "wahr" seiend wird schließlich nur noch das sich in seinem Denken spiegelnde Subjekt selbst, meint Descartes. Das vorliegende Bild: Ebenen und Raumschalen, die der Menschen durchdringen will!

Der Kreis mit seiner Mitte als Symbol des Klassischen und der Ruhe hat für unsere Zeit philosophisch an Bedeutung verloren. Labiles, In-Bewegung- Geratenes, Ellipse und Parabel, mehr noch die Hyperbel schwingen im unendlichen Raum. Das nicht Abgrenzbare, das Unfassbare und die Relativität des Standortes und Punktes beschäftigen den modernen Künstler.

Das Labyrinth wird von vielen mit dem Irrgarten verwechselt. Dabei sind die beiden Systeme gegensätzlicher Natur. Das Labyrinth ist ein uraltes, kollektives, mythisches Symbol, das einen Eingang, aber auch einen mittigen Endpunkt besitzt. Dort kann das Ziel Gott sein, aber auch der Tod.? Der Irrgarten ist neueren Ursprungs, aus der Zeit der Renaissance, in der das Überpersönliche zugunsten eines monarchistischen Individualismus schwand.

Also, das Labyrinth ist für den Suchenden, Gottsuchenden, der über scheinbare Umwege dennoch Schritt für Schritt der Erlösung näher kommt. Der Irrgarten ist Vergnügungs-Spiel einer bereits profanierten Welt der Orientierungslosigkeit, der Vielzahl angebotener Wege, Führungsansprüche und letzten Endes der "Verlust des Ganzen".

Das Labyrinth ist die Welt von gestern: Ein Prinzip nur herrscht, eine Weltanschauung in der Wurzel, ein Gesetz und eine Ordnung in allem. Der Irrgarten ist die heutige moderne Welt der multikulturellen Gesellschaft, einer Gesellschaft mit Dschungelcharakter. Nur exzentrisch positionierte Lobbyisten wissen um die geheimen Spielregeln. Nur sie kennen die Wege der Verwirrung..........."

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