Miss Lanzarote

Artikelnummer: 316

Unbedachtheit als Karikatur

Kategorie: Originale




Beschreibung

Was ich als Maler mit meinen Bildern bewirken kann ist, eine im positivsten Sinne nötige Verschiebung der Perspektiven. Dafür muss selbstverständlich niemand seine eigene Position grundsätzlich aufgeben, was allerdings sehr wohl erforderlich ist, ist die Bereitschaft sich in die Rolle des anderen zu versetzen. Da dies im alltäglichen Zusammenleben und Bemühen um Lösungsansätze nicht immer möglich ist, begebe ich mich als Pinselartist® stellvertretend in die variierenden Positionen und nehme die entsprechenden Perspektiven ein. Nur die Distanz bzw. Bereitschaft zum Perspektivwechsel öffnet im wahrsten Sinne des Wortes die Augen. Im Endeffekt ist das konsequenter und offener Humanismus in gemalter Form

Künstler: Ralf Metzenmacher Biografie
Herstellungsjahr: 2010
Material: Öl auf Leinwand Bild Muster Mastertape
Gesamtmaße: 127 x 92 cm
Provenienz: Privatbesitz
Rahmen: Dieses Gemälde hat einen dekorativen, antique-silbernen Rahmen, mit den verspielten Dekorationselementen. Er ist in Silberfarben gefertigt, eher kühl und distanziert, was durch das künstliche Altern aber abgemildert wird. Die Prinzessin am Strand mit glänzendem Ummantelung. Das Gemälde hat ein goldfarbenes Ralli-Label in den Rahmen integriert. in Silberfarben gefertigt, eher kühl und auf das Wesentliche reduziert. Das Gemälde hat ein goldfarbenes Ralli-Label in den Rahmen integriert.
Signatur: handsigniert (RALLI/Monat/Jahr)
Thema: Die Krone der Schöpfung
Zusatzinformationen: Die Geschichte:
PUMA AG am 2. Dezember 1991: An diesem Tag habe ich als Designer in Herzogenaurach angefangen. Eine Zäsur in meinem Leben. Bevor ich meine erste Stelle antrat, machte ich mit meiner späteren Frau noch kurzfristig Urlaub auf Lanzarote. Nach einer unspektakulären Anreise und dem Check-in im Hotel machten wir uns abends noch auf den Weg zum Strand. Er war wunderschön und sehr einladend. Allerdings fiel uns sofort auf, dass unser Strandabschnitt über und über mit kraterförmigen Sandburgen versehen war. Und: In jeder dieser Festungen gab es Hinweis- oder Warnschilder in deutscher Sprache. Der Wortlaut überall war sinngemäß: Dieser Platz ist belegt von Familie Müller vom 15.Nov - 21 Nov.

So etwas hatte ich noch nie gesehen. Ich fragte mich: Wer mag wohl solche Schilder aufstellen? Die Antwort auf diese Frage konnte ich dann am nächsten Tag am Strand sehen: Deutsche Rentner, die sich pudelnackt in die von ihnen selbst reservierten Sandburgen legten, um sich an nicht so warmen Tagen vor dem permanenten Inselwind zu schützen. Das war also einer der Gründe für die Sandburgen. Der andere, die Nacktheit.

Da wir die Gepflogenheiten am Strand nicht kannten, legten wir uns einfach auf unsere Handtücher und genossen Sonne und Meer. Nach einiger Zeit drehte ich mich auf den Bauch und konnte gar nicht glauben, was ich sah: Unser stärker gebautes Nachbarpärchen gehobenen Alters saß doch tatsächlich mit einem Taschentuch im Zwickel nackt am Strand! Ich habe mich vor Lachen gewälzt und meiner Frau mit Tränen in den Augen davon berichtet. So etwas hatte ich noch nie gesehen - geschweige denn, mir überhaupt vorstellen können.

Die Menschen hatten mit dem Taschentuch im Zwickel allerdings gar kein Problem und benahmen sich deshalb auch so, als ob es das Normalste auf der Welt wäre. Ich erkundete die nähere Umgebung und stellte fest, dass praktisch alle Menschen sich hier so verhielten. Auf meinem Bild sieht man deshalb auch den Muschelberg diesmal in geänderter Form: Mit einem breiten Grinsen im vermeintlichen Gesicht und Omas Taschentuch in der Rosette.

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